Lexikon


Beschreibung der Seite
Zum Quiz über die Mundartausdrücke >>
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 
dialekt hochdeutsch
Dôïga (m) ein Einheimischer
dôiggat teigig, auch: deppert bei einer Person
Dôiggn (m) breiige Masse, aber auch Kraftfutter für Tiere aus Leinsamenmehl, Wasser und Heublumen
Doim (m) dummer Kerl oder der Fisch namens Koppe
Doippnhammal (n) primitive Alarmanlage: beim Öffnen von Tür oder Gatter setzt sich über eine Schnur ein Gewicht in Bewegung, das ein Hämmerchen antreibt, welches wiederum Alarm auf ein Brett schlägt
Dokta - dè Dékta (m) Doktor - die Doktoren (eine für St. Johann eigene Mehrzahl)
Dootschn (m) kleiner Bub, oder kleiner Baum
Doppèschal (m) großes (doppelt breites) Kaschmirtuch mit Paisleymuster, das im Winter zum Röcklgwand bzw. Kassettl getragen wird
doscht dort
doscht amôi damals
doscht und dô mancherorts
Dôsiga (m) ein Hiesiger - vgl. Dôïger
Dotschn (m) kleiner Mann, auch ganz kleiner, meist von Wild und Ziegen verbissener Nadelbaum in Hochlagen
dôuln langsam gehen, sich langsam bewegen
Dôumniidei (n) kleine Nudeln aus Erdäpfelteig mit Mehl
Dôunggèn (f) schwerfällige Frau
Draam (m) Traum, auch: Kantholz vor allem am Dachstuhl (Dachsparren)
Drahdalèng (m) Verwicklung des Fadens beim Spinnen
Drahdiwixpfeifei (n) Kartoffelkroketten
Drahdstrum (n) gewachster Spagat bzw. Nähfaden zum Nähen von Leder
Drahlwind (m) kleine Windhose
drång eng, gedrückt, fest
drång a da Haut wenig Besitz haben, bei einem Tier: nicht gesund sein
drång frông indiskret fragen, mit Fragen in die Enge treiben
Dranggèn (f) ungeschlachtes Weib, Trampel, eher großes Mädchen
dreckn Kuhfladen auf der Alm zerkleinern und grob ausstreuen
Dreeck - dô hôst Dein Dreeck - dea hôt an létztn Dreeck gschissn - dô héét ma an Dreck und drei Schoatn (m) Dreck - geschieht Dir recht - der ist gestorben - da haben wir die Bescherung
dreispaanigè Méss (f) Hochamt mit drei Zelebranten, vgl. auch "ummèkhuckte Méss"
drénga - drénga måchn enger - enger machen
driftn Holz auf dem Wasserweg ins Tal transportieren (vgl. Brandenberger Ache)
Drifuaß (m) Dreibein, z.B.: bei offenem Feuer, wo man die Pfanne drauf stellt
Driitschl (f) geschwätziges Weib, das besonders gerne über die Leute redet
Drimmè (n) ein kleines Stück
Drischl (m) Dreschwerkzeug, wo der Stiel mit dem Dreschholz fest verbunden ist, der Dreschflegel hat hingegen eine gelenkige Lederverbindung
Dritt - s'Dritt (n) das dritte Mahd
driwa seì darüber hinweg gekommen sein
driwa trôu sich an etwas wagen
driwakéma sich über etwas hermachen
driwalåssn abwertende Bezeichnung, wenn eine Frau einem Mann gefällig ist
driwasteing über etwas steigen, aber auch eine für Frauen abwertende Bezeichnung für Geschlechtsverkehr
driwèg gewaltig, stark
Drôhtwaschl (m) Reibebürste aus Draht für Pfannen
Drôhtzaùklampal (n) u-förmige Befestigungsschlaufen aus Metall zur Befestigung des Drahtes am Zaunstempel
droi drei
Drôi - da Drôi ausgéh (m) der Drall - die Geduld verlieren
druck di, sist ... hau ab, sonst ... passiert was
Druhgöid (n) Anzahlung, Vorauszahlung
Druhtschei (n) harmloses unansehnliches weibliches Wesen
druin jemanden ärgern, aufstacheln
drumumma rundherum

Link zur genaueren Erklärung der Laute

Sonderzeichen

å – ein dunkles „a“ wie in: Båss, Flåsch (Bass, Flasche).

é – ein geschlossenes „e“ wie bei: schéé, Bétt, (schön, Bett).

ô – ein dem „o“ angenähertes „å“, das im allgemeindeutschen Stammwort immer als „a“ geschrieben wird. Beispiele: Hôwan, Bôscht (Hafer, Bart).

à, è, ì, ò, ù – Nasallaute, die durch einen nach links geneigten Akzent gekennzeichnet werden, während die im allgemeindeutschen Stammwort nachfolgenden Buchstaben „m“ und „n“ nicht geschrieben werden. Beispiele: seì, toà, Krèè (sein, tun, Kren).

è – am Wortende und in Endsilben: ein verschlucktes bzw. dumpfes „i“, das dem „e“ näher kommt als dem „i.“ Beispiele: Épfè, trupfètzn, (Apfel, tropfen).

öi – eine Verschmelzung von „ö-i“ bzw. „e-ü.“ Es handelt sich um eine lautliche Umwandlung der hochdeutschen Silbe „-eld.“ Beispiele: Göid, Föid (Geld, Feld).

Lexikon


Beschreibung der Seite
Zum Quiz über die Mundartausdrücke >>
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 
dialekt hochdeutsch
Dôïga (m) ein Einheimischer
dôiggat teigig, auch: deppert bei einer Person
Dôiggn (m) breiige Masse, aber auch Kraftfutter für Tiere aus Leinsamenmehl, Wasser und Heublumen
Doim (m) dummer Kerl oder der Fisch namens Koppe
Doippnhammal (n) primitive Alarmanlage: beim Öffnen von Tür oder Gatter setzt sich über eine Schnur ein Gewicht in Bewegung, das ein Hämmerchen antreibt, welches wiederum Alarm auf ein Brett schlägt
Dokta - dè Dékta (m) Doktor - die Doktoren (eine für St. Johann eigene Mehrzahl)
Dootschn (m) kleiner Bub, oder kleiner Baum
Doppèschal (m) großes (doppelt breites) Kaschmirtuch mit Paisleymuster, das im Winter zum Röcklgwand bzw. Kassettl getragen wird
doscht dort
doscht amôi damals
doscht und dô mancherorts
Dôsiga (m) ein Hiesiger - vgl. Dôïger
Dotschn (m) kleiner Mann, auch ganz kleiner, meist von Wild und Ziegen verbissener Nadelbaum in Hochlagen
dôuln langsam gehen, sich langsam bewegen
Dôumniidei (n) kleine Nudeln aus Erdäpfelteig mit Mehl
Dôunggèn (f) schwerfällige Frau
Draam (m) Traum, auch: Kantholz vor allem am Dachstuhl (Dachsparren)
Drahdalèng (m) Verwicklung des Fadens beim Spinnen
Drahdiwixpfeifei (n) Kartoffelkroketten
Drahdstrum (n) gewachster Spagat bzw. Nähfaden zum Nähen von Leder
Drahlwind (m) kleine Windhose
drång eng, gedrückt, fest
drång a da Haut wenig Besitz haben, bei einem Tier: nicht gesund sein
drång frông indiskret fragen, mit Fragen in die Enge treiben
Dranggèn (f) ungeschlachtes Weib, Trampel, eher großes Mädchen
dreckn Kuhfladen auf der Alm zerkleinern und grob ausstreuen
Dreeck - dô hôst Dein Dreeck - dea hôt an létztn Dreeck gschissn - dô héét ma an Dreck und drei Schoatn (m) Dreck - geschieht Dir recht - der ist gestorben - da haben wir die Bescherung
dreispaanigè Méss (f) Hochamt mit drei Zelebranten, vgl. auch "ummèkhuckte Méss"
drénga - drénga måchn enger - enger machen
driftn Holz auf dem Wasserweg ins Tal transportieren (vgl. Brandenberger Ache)
Drifuaß (m) Dreibein, z.B.: bei offenem Feuer, wo man die Pfanne drauf stellt
Driitschl (f) geschwätziges Weib, das besonders gerne über die Leute redet
Drimmè (n) ein kleines Stück
Drischl (m) Dreschwerkzeug, wo der Stiel mit dem Dreschholz fest verbunden ist, der Dreschflegel hat hingegen eine gelenkige Lederverbindung
Dritt - s'Dritt (n) das dritte Mahd
driwa seì darüber hinweg gekommen sein
driwa trôu sich an etwas wagen
driwakéma sich über etwas hermachen
driwalåssn abwertende Bezeichnung, wenn eine Frau einem Mann gefällig ist
driwasteing über etwas steigen, aber auch eine für Frauen abwertende Bezeichnung für Geschlechtsverkehr
driwèg gewaltig, stark
Drôhtwaschl (m) Reibebürste aus Draht für Pfannen
Drôhtzaùklampal (n) u-förmige Befestigungsschlaufen aus Metall zur Befestigung des Drahtes am Zaunstempel
droi drei
Drôi - da Drôi ausgéh (m) der Drall - die Geduld verlieren
druck di, sist ... hau ab, sonst ... passiert was
Druhgöid (n) Anzahlung, Vorauszahlung
Druhtschei (n) harmloses unansehnliches weibliches Wesen
druin jemanden ärgern, aufstacheln
drumumma rundherum

Sonderzeichen

å – ein dunkles „a“ wie in: Båss, Flåsch (Bass, Flasche).

é – ein geschlossenes „e“ wie bei: schéé, Bétt, (schön, Bett).

ô – ein dem „o“ angenähertes „å“, das im allgemeindeutschen Stammwort immer als „a“ geschrieben wird. Beispiele: Hôwan, Bôscht (Hafer, Bart).

à, è, ì, ò, ù – Nasallaute, die durch einen nach links geneigten Akzent gekennzeichnet werden, während die im allgemeindeutschen Stammwort nachfolgenden Buchstaben „m“ und „n“ nicht geschrieben werden. Beispiele: seì, toà, Krèè (sein, tun, Kren).

è – am Wortende und in Endsilben: ein verschlucktes bzw. dumpfes „i“, das dem „e“ näher kommt als dem „i.“ Beispiele: Épfè, trupfètzn, (Apfel, tropfen).

öi – eine Verschmelzung von „ö-i“ bzw. „e-ü.“ Es handelt sich um eine lautliche Umwandlung der hochdeutschen Silbe „-eld.“ Beispiele: Göid, Föid (Geld, Feld).

Link zur genaueren Erklärung der Laute

Lexikon


Beschreibung der Seite
Zum Quiz über die Mundartausdrücke >>
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 
dialekt hochdeutsch
Dôïga (m) ein Einheimischer
dôiggat teigig, auch: deppert bei einer Person
Dôiggn (m) breiige Masse, aber auch Kraftfutter für Tiere aus Leinsamenmehl, Wasser und Heublumen
Doim (m) dummer Kerl oder der Fisch namens Koppe
Doippnhammal (n) primitive Alarmanlage: beim Öffnen von Tür oder Gatter setzt sich über eine Schnur ein Gewicht in Bewegung, das ein Hämmerchen antreibt, welches wiederum Alarm auf ein Brett schlägt
Dokta - dè Dékta (m) Doktor - die Doktoren (eine für St. Johann eigene Mehrzahl)
Dootschn (m) kleiner Bub, oder kleiner Baum
Doppèschal (m) großes (doppelt breites) Kaschmirtuch mit Paisleymuster, das im Winter zum Röcklgwand bzw. Kassettl getragen wird
doscht dort
doscht amôi damals
doscht und dô mancherorts
Dôsiga (m) ein Hiesiger - vgl. Dôïger
Dotschn (m) kleiner Mann, auch ganz kleiner, meist von Wild und Ziegen verbissener Nadelbaum in Hochlagen
dôuln langsam gehen, sich langsam bewegen
Dôumniidei (n) kleine Nudeln aus Erdäpfelteig mit Mehl
Dôunggèn (f) schwerfällige Frau
Draam (m) Traum, auch: Kantholz vor allem am Dachstuhl (Dachsparren)
Drahdalèng (m) Verwicklung des Fadens beim Spinnen
Drahdiwixpfeifei (n) Kartoffelkroketten
Drahdstrum (n) gewachster Spagat bzw. Nähfaden zum Nähen von Leder
Drahlwind (m) kleine Windhose
drång eng, gedrückt, fest
drång a da Haut wenig Besitz haben, bei einem Tier: nicht gesund sein
drång frông indiskret fragen, mit Fragen in die Enge treiben
Dranggèn (f) ungeschlachtes Weib, Trampel, eher großes Mädchen
dreckn Kuhfladen auf der Alm zerkleinern und grob ausstreuen
Dreeck - dô hôst Dein Dreeck - dea hôt an létztn Dreeck gschissn - dô héét ma an Dreck und drei Schoatn (m) Dreck - geschieht Dir recht - der ist gestorben - da haben wir die Bescherung
dreispaanigè Méss (f) Hochamt mit drei Zelebranten, vgl. auch "ummèkhuckte Méss"
drénga - drénga måchn enger - enger machen
driftn Holz auf dem Wasserweg ins Tal transportieren (vgl. Brandenberger Ache)
Drifuaß (m) Dreibein, z.B.: bei offenem Feuer, wo man die Pfanne drauf stellt
Driitschl (f) geschwätziges Weib, das besonders gerne über die Leute redet
Drimmè (n) ein kleines Stück
Drischl (m) Dreschwerkzeug, wo der Stiel mit dem Dreschholz fest verbunden ist, der Dreschflegel hat hingegen eine gelenkige Lederverbindung
Dritt - s'Dritt (n) das dritte Mahd
driwa seì darüber hinweg gekommen sein
driwa trôu sich an etwas wagen
driwakéma sich über etwas hermachen
driwalåssn abwertende Bezeichnung, wenn eine Frau einem Mann gefällig ist
driwasteing über etwas steigen, aber auch eine für Frauen abwertende Bezeichnung für Geschlechtsverkehr
driwèg gewaltig, stark
Drôhtwaschl (m) Reibebürste aus Draht für Pfannen
Drôhtzaùklampal (n) u-förmige Befestigungsschlaufen aus Metall zur Befestigung des Drahtes am Zaunstempel
droi drei
Drôi - da Drôi ausgéh (m) der Drall - die Geduld verlieren
druck di, sist ... hau ab, sonst ... passiert was
Druhgöid (n) Anzahlung, Vorauszahlung
Druhtschei (n) harmloses unansehnliches weibliches Wesen
druin jemanden ärgern, aufstacheln
drumumma rundherum


Link zur genaueren Erklärung der Laute

Sonderzeichen

å – ein dunkles „a“ wie in: Båss, Flåsch (Bass, Flasche).

é – ein geschlossenes „e“ wie bei: schéé, Bétt, (schön, Bett).

ô – ein dem „o“ angenähertes „å“, das im allgemeindeutschen Stammwort immer als „a“ geschrieben wird. Beispiele: Hôwan, Bôscht (Hafer, Bart).

à, è, ì, ò, ù – Nasallaute, die durch einen nach links geneigten Akzent gekennzeichnet werden, während die im allgemeindeutschen Stammwort nachfolgenden Buchstaben „m“ und „n“ nicht geschrieben werden. Beispiele: seì, toà, Krèè (sein, tun, Kren).

è – am Wortende und in Endsilben: ein verschlucktes bzw. dumpfes „i“, das dem „e“ näher kommt als dem „i.“ Beispiele: Épfè, trupfètzn, (Apfel, tropfen).

öi – eine Verschmelzung von „ö-i“ bzw. „e-ü.“ Es handelt sich um eine lautliche Umwandlung der hochdeutschen Silbe „-eld.“ Beispiele: Göid, Föid (Geld, Feld).